DRK-Zukunftskongress „Engagement heute“ in Münster
Leitlinien für die Zukunft des Ehrenamts verabschiedet: Vielfalt, Spontaneität, Anerkennung
Gemeinsam mit vier weiteren DRK-Trägern der Freiwilligendienste aus Nordrhein-Westfalen (DRK-Landesverband Nordrhein e.V., DRK-Kreisverband Köln e.V., DRK-Kreisverband Münster e.V. und DRK-Kreisverband Unna e.V.) präsentierte die DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. ihre Angebote unterschiedlicher Freiwilligendienste im In- und Ausland während des Kongresses im Ausstellungsbereich. Die DRK-Träger unterstützen soziale Einrichtungen in ganz NRW mit derzeit rund 3.000 Teilnehmer/innen im Freiwilligen Sozialen Jahr und über 500 Teilnehmer/innen im Bundesfreiwilligendienst.
Über 1.000 Engagierte, mehr als 30 hochkarätige Referenten, sieben Themenforen, drei Tage, drei Preisträger und eine gemeinsame Abschlusserklärung. Das ist die Bilanz des großen DRK-Zukunftskongresses, der vom 28. bis 30. Oktober 2011 in Münster stattfand.
Der Kongress war die größte Veranstaltung in Deutschland im Rahmen des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit 2011.
Zum Abschluss des Kongresses wurde die „Münsteraner Erklärung“ von allen Kongressteilnehmern erarbeitet, die wichtige Leitlinien für die Zukunft des Ehrenamtes formuliert.
Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, sagt zur Schlussveranstaltung des Kongresses: „Ohne das persönliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger ist kein Staat zu machen. Das gilt vor allem in Zeiten des demografischen Wandels und der knappen Kassen. Damit wir auch in Zukunft in einer lebenswerten Gemeinschaft leben, müssen wir noch mehr Menschen für das freiwillige Engagement begeistern. Unsere ‚Münsteraner Erklärung’ setzt hierfür wichtige Impulse.“
Offener, jünger, spontaner, älter, gemeinsamer, anerkannter – das sind die Schlagworte der Erklärung. Gemeint ist, dass die Zielvorstellung eines lebenslangen Engagements nur zu verwirklichen ist, wenn einerseits das Angebot auch für alle Kulturen, sozialen Hintergründe und Altersgruppen attraktiv ist. Daran will das Rote Kreuz selbst arbeiten. Gemeint ist aber auch, dass freiwilliges Engagement noch stärker anerkannt und gefördert werden muss. Auch die Wirtschaft muss mehr Mitverantwortung für die Bürgergesellschaft übernehmen, beispielsweise durch die Freistellung von Arbeitnehmern für wichtige gesellschaftliche Aufgaben. Und die Politik muss das Engagement der Bürger noch stärker fördern, beispielsweise durch Steuererleichterungen für Zeitspenden.
Bereits einen Abend zuvor ehrte die Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, die Preisträger des Wettbewerbs „Engagiert im DRK“. Der erste Platz ging an das Projekt „Rette sich wer’s kann – Schwimmen lernen im Kindergarten“ des DRK-Landesverbandes Mecklenburg –Vorpommern, der zweite Platz an das Projekt „Fit für den Job – Das Mentorenprojekt“ des DRK-Kreisverbandes Münster und der dritte Platz an das Projekt „Schulsanitätsdienst – Ausbau und Intensivierung“ des DRK-Kreisverbandes Offenbach. Die Preisverleihung moderierte Rotkreuz-Botschafter Jan Hofer.
Weitere Informationen unter www.engagement-heute.de.
Die vollständige „Münsteraner Erklärung“ finden Sie unter www.drk.de/presse.


