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Informationen zum Freiwilligen Sozialen Jahr aus erster Hand -
FSJ-Botschafter der DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. berichten von ihren Einsatzstellen und Erfahrungen

FSJ-Teilnehmer und Botschafter Nikolaus Handke berichtet von seinen Erfahrungen und stellt sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe der Integrierten Gesamtschule Bonn Beuel

Wie bewirbt man sich um einen Platz im Freiwilligen Sozialen Jahr? Welche Einsatzmöglichkeiten bietet die Schwesternschaft? Werden FSJ-Teilnehmer bei einer Bewerbung zur Ausbildung in der Alten- und  Krankenpflege/hilfe bevorzugt? Welche Vorteile überhaupt bringt ein Freiwilliges Soziales Jahr? 

Schüler in der Region erhalten in den nächsten Wochen die Gelegenheit, sich über Fragen rund um das FSJ aus erster Hand zu informieren. Neun von insgesamt 180 Teilnehmer/innen des Freiwillen Sozialen Jahres in Trägerschaft der DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. besuchen als „FSJ-Botschafter“ gemeinsam mit Gabriele Wenz, Ursula Bicker oder Evi Mergelsberg  Gesamtschulen, Gymnasien, Realschulen und Internate in der Region Bonn/Rhein-Sieg und Köln. 

So stand für rund zwanzig Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe der Integrierten Gesamtschule Bonn Beuel  Ende März eine ganz besondere Veranstaltung auf dem Stundenplan. Denn erstmals bot die DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, ihre Fragen zum Freiwilligen Sozialen Jahr mit einem Teilnehmer, Nikolaus Handke, der zur Zeit ein FSJ absolviert, zu diskutieren.

Nach einem abgeschlossenen kaufmännischen Studium hatte der 24-jährige sich über die Schwesternschaft um ein FSJ in der onkologischen Abteilung (eine Abteilung für Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen) des Universitätsklinikums Bonn beworben.  „Dies war für mich die ideale Möglichkeit, den Alltag in einer Klinik kennenzulernen und zu prüfen, ob ich den Weg in die Medizin wirklich gehen will“, erklärt Nikolaus Handke den Schülern. Weil die Teilnahme am Freiwilligen Sozialen Jahr auf die Wartezeit angerechnet wird, kann Handke das Medizinstudium voraussichtlich bereits zum Wintersemester  beginnen. „Das hätte ich mir optimaler nicht wünschen können!“, sagt der Noch-FSJ-Teilnehmer und war gerne bereit, sich als Botschafter zur Verfügung zustellen.

Das Interesse der Schüler der Integrierten Gesamtschule Bonn Beuel  ist groß, und nach einer kurzen Einführung in Struktur in Inhalte des Freiwilligen Sozialen Jahres  und die Einsatzmöglichkeiten im Rahmen der DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V.  durch Gabriele Wenz beginnt bereits das gemeinsame Gespräch. 

So interessiert sich ein junger Mann für das FSJ, weil er sich später als Gesundheits- und Krankenpfleger ausbilden lassen möchte. Er fragt, ob dies zu einer Verkürzung der Ausbildung führen könne. Gabriele Wenz informiert, dass es sich bei dem FSJ um eine praktische Hilfstätigkeit handle, nicht aber um eine Berufsausbildung. Selbstverständlich aber sei das FSJ hervorragend geeignet, um Erfahrungen im Umgang mit Menschen zum Beispiel im Krankenhaus, im Altenpflegeheim oder auch im Kindergarten zu sammeln und zu prüfen, ob man für einen Beruf in diesem Bereich geeignet ist. 

Nikolaus Handke bestätigt dies, indem er von seinen Erfahrungen berichtet.  Auch für ihn sei der tägliche Umgang mit an Krebs erkrankten Menschen eine Herausforderung, der man sich stellen müsse. „Es ist wichtig, auf Patienten eingehen zu können und Zuspruch zu geben. Aber man muss ganz klar die Arbeit und Privates voneinander trennen!“  Sollte man während des FSJ feststellen, dass der Einsatz zum Beispiel in der Onkologie eine doch zu große persönliche Belastung darstellt, dann ist ein Wechsel in eine andere Abteilung jederzeit möglich, erläutert der FSJ-Botschafter. Von Pädagogen geleitete Seminare, welche im Rahmen der Dienstzeit stattfinden, unterstützen die Teilnehmer zusätzlich in ihrem Alltag und bei der Aufarbeitung von Erfahrungen.

Nach rund zwei Stunden ist die Veranstaltung in Bonn Beuel beendet. Die Schülerinnen und Schüler konnten durch das Gespräch neue und persönliche Eindrücke hinzugewinnen und sich somit ein noch genaueres Bild von ihrem möglichen zukünftigen Einsatz im Freiwiligen Sozialen Jahr verschaffen.

„Ich finde wichtig, dass man Eindrücke vermittelt bekommt von jemandem, der das Soziale Jahr bereits erlebt hat!“, fasst eine Schülerin ihr Fazit vom ersten FSJ-Botschafter-Besuch zusammen. „So kann man sich das Jahr noch besser vorstellen und bekommt außerdem noch manchen wichtigen Tipp oder Hinweis.“