Offener Tag am Ausbildungszentrum für Pflegeberufe des Universitätsklinikums Bonn
Donnerstag, der 21. Januar im Ausbildungszentrum für Pflegeberufe am Universitätsklinikum Bonn. Die Schülerinnen und Schüler und die Pflegepädagogen des Ausbildungszentrums hatten zu einem Tag der Offenen Tür auf den Venusberg eingeladen, um sich über Ausbildungsangebote in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, der Operationstechnischen Assistenz sowie Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz zu informieren.
Zahlreiche Besucher nahmen die Gelegenheit gerne wahr, darunter Schulklassen mit ihren Lehrern, Eltern mit ihren Kindern und auch viele einzelne Interessierte.

- Maria Hesterberg, Leiterin des Ausbildungszentrum für Pflegeberufe am Universitätsklinikum Bonn
„Der heutige Tag hat ganz bewusst kein festgelegtes Programm!“ erläutert Maria Hesterberg, Leiterin des Ausbildungszentrum für Pflegeberufe am Universitätsklinikum Bonn und Mitglied der DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V., den Tag der Offenen Tür auf dem Venusberg. „Wir laden herzlich dazu ein, sich von unseren Ausbildungsangeboten ein Bild zu machen. Besonders wichtig ist es uns heute, dass die Interessierten mit unseren Schülerinnen und Schülern und unseren Pflegepädagogen ins Gespräch kommen, um ihre Anliegen und Fragen zu besprechen.“
So erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches Angebot an persönlicher Beratung und umfassender Informationen. Auch Oberin Lioba Brockamp hatte für ihren Besuch im Ausbildungszentrum trotz dicht gefüllten Terminkalenders Zeit für viele Gespräche und die Teilnahme an den diversen Serviceangeboten mitgebracht. Jeder Raum des Ausbildungszentrums stand an diesem Tag unter einem anderen Schwerpunktthema.
Während in einem abgedunkelten Zimmer unter Anleitung eines Psychologen Entspannungsübungen zu Instrumentalmusik, Massage und Meditationen angeboten wurden, hatten die Schüler/-innen in einem anderen Raum sowohl einheimisches als auch mancherlei exotisches Obst und Gemüse als Beispiele für die gesundheitsbewusste Ernährung zum Probieren angerichtet. Gerne wurde auch das Angebot genutzt, das eigene Lernverhalten analysieren zu lassen, um auf schulische Anforderungen in der Zukunft noch besser vorbereitet zu sein.
Ein anderer Stand widmete sich dem in Zeiten zunehmender Infektionserkrankungen besonders wichtigen Thema der korrekten Händedesinfektion. Mit bloßem Auge konnte man hier erkennen, dass für eine gründliche Desinfektion der Hände die Anwendung der empfohlenen Reinigungstechnik unverzichtbar ist. Denn mittels einer speziellen fluoreszierenden Lösung wurden unter dem Licht einer UV-Lampe Lücken bei der Händedesinfektion sofort sichtbar.
Unter fachkundiger Aufsicht boten die Schüler/-innen und Pflegepädagogen zudem Servicestationen zur Blutzuckermessung und Vitalzeichenkontrolle. Auch die Demonstration praktischer Übungen am Pflegebett, wie das fachgerechte Lagern von Patienten, sollte an diesem Tag nicht zu kurz kommen.
Wenn auch die Schüler/-innen der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege manchen Gast des Offenen Tages zum Mitmachen einladen durften, blieben die Vorführungen der angehenden Operations-Technischen-Assistenten und Assistentinnen mit echtem Operationsbesteck selbstverständlich auf die Simulation einer OP an einer Puppe – wenn auch in Lebensgröße – beschränkt. Das Erlebnis beeindruckte die Besucher nicht minder.
Das Angebot zu einer Führung über das Gelände des Universitätsklinikums mit Besuch der unterschiedlichen Fachkliniken nahmen die Besucher gerne an, steht doch die Vielfalt der medizinischen Fachrichtungen auch für die Vielseitigkeit an Erfahrungen, von den die Schüler/-innen des Ausbildungszentrums für Pflegeberufe während der praktischen Ausbildung profitieren.
Für viele Interessenten wurden durch die anschaulichen Präsentationen, die Gespräche mit Schüler/-innen und Pflegepädagogen und nicht zuletzt durch die zahlreichen Mitmachgelegenheiten das Bild und die Faszinationen von einer Ausbildung in einem Pflegeberuf anschaulich und greifbar. Wozu raten die Experten, wenn man sich für den Pflegeberuf interessiert?
Gabriele Wenz und Evi Mergelsberg von der DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V., die an diesem Tag viele Beratungsgespräche führen konnten, empfehlen allen Interessenten, die für eine Ausbildung noch zu jung sind oder sich intensiv prüfen möchten, ein Praktikum zu absolvieren oder besser noch ein Freiwilliges Soziales Jahr zu leisten. Die DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. vergibt rund 200 Plätze im FSJ pro Jahr. „Dazu zählen auch die Einsatzmöglichkeiten im Universitätsklinikum Bonn. Das ist ganz sicher die optimale Gelegenheit, den Pflegealltag umfassend kennenzulernen.“

- Stefanie Metz, Gesundheits- und Krankenpflegeschülerin
Die Entscheidung für ein Freiwilliges Soziales Jahr, vermittelt durch die DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. – hatte vor rund zwei Jahren auch Stefanie Metz getroffen. „Nach Abschluss der Realschule stand ich vor der Frage, weiter auf die Schule zu gehen oder eine Ausbildung zu machen“, erklärt die heute Achtzehnjährige. Durch einen Zeitungsbericht wird sie auf das Freiwillige Soziale Jahr aufmerksam. Sie bewirbt sich bei der DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. und erhält einen Einsatzplatz an ihrem Wohnort im Maria-Hilf-Krankenhaus in Bergheim . „Obwohl ich noch heute Angst vor Spritzen habe, habe ich durch die Arbeit im FSJ erfahren, wie sehr mir die Arbeit mit Patienten liegt.“ Schon bald stand für Stefanie Metz die Entscheidung fest, die Krankenpflege zu ihrem Beruf zu machen. Vor anderthalb Jahren begann sie ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin am Ausbildungszentrum für Pflegeberufe des Universitätsklinikums Bonn über die DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. . „Hier gibt es sämtliche Fachbereiche und in jeder Abteilung lernt man Neues für die Pflege hinzu!“ Auch mit der Unterbringung im Wohnheim ist die junge Frau sehr zufrieden. „Nach dem ersten Semester im Doppelzimmer habe ich ein einzelnes Zimmer bekommen.“ Es sei schon etwas Besonderes gewesen, mit siebzehn von zu Hause auszuziehen und selbstständig zu werden.
Auch für die Zukunft hat Stefanie Metz bereits Pläne. „Über die DRK-Schwesternschaft bieten sich viele berufliche Möglichkeiten nach dem Examen. Besonders interessant finde ich zum Beispiel den Freiwilligen Auslandseinsatz in Krisengebieten über das Internationale Rote Kreuz aber auch viele Angebote zu Fort- und Weiterbildungen.“
Das Ausbildungszentrum für Pflegeberufe des Universitätsklinikums Bonn bietet interessierten Menschen die Möglichkeit, eine hochwertige und moderne Ausbildung in einem Pflegeberuf erfolgreich zu absolvieren. Als fester Bestandteil des Universitätsklinikums Bonn arbeitet das Ausbildungszentrum eng mit den einzelnen Fachbereichen des Klinikums zusammen, in denen auch die Schüler/-innen in ihren praktischen Ausbildungsabschnitten eingesetzt werden. Das Ausbildungszentrum für Pflegeberufe bildet aus in den folgenden Pflegeberufen:
Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen
Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-innen
Gesundheits- und Krankenpflegeassistent/-innen
Operationstechnische Assistent/-innen
Die DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. trägt Mitverantwortung für die Ausbildungen in der Krankenpflege und Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz. Über das Bewerbungsverfahren sowie weitere Angebote - auch zu Ausbildungen in der Altenpflege - können Interessierte sich auf der Homepage der DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. informieren.




